Energetische Optimierung der Heizungsanlage im Salztal Paradies

Im Juli 2016 wurde von der Bädergesellschaft Bad Sachsa mbH  beim Projektträger Jülich (PtJ) ein Antrag auf Förderung für die energetische Optimierung der Heizungsanlagen in Ihrer Freizeiteinrichtung Salztal Paradies eingereicht. Anfang November wurde der Bewilligungsbescheid zugestellt.

Förderkennzeichen: 03K04476
Maßnahmenzeitraum: 01.01.2017 bis 30.04.2018

Nach entsprechender Planung und Ausschreibung durch das Planungsbüro PGH-GmbH aus Hildesheim konnte der Auftrag zum Austausch an die Fa. Rudolph in Steinbach-Hallenberg vergeben werden. Im Verlauf der Arbeiten wurden 47 herkömmliche Heizungsumwälzpumpen gegen Hocheffizienzpumpen, entsprechend der Planung, ausgetauscht werden. Außerdem wurde zudem eine Warmwasseraufbereitung energieeffizient und nach den neuesten hygienischen Standards erneuert.  Im Verlauf der Arbeiten musste das durch die verschiedenen Bauabschnitte in den Jahren gewachsene Heizungsrohrnetz an den Hauptverteilungen entflechtet und neu strukturiert werden, was weitere Energieeinsparungen mit sich bringt. Im Anschluss an die Arbeiten wurde ein hydraulischer Abgleich des Gesamtsystems durchgeführt, bei dem die  einzelnen Heizungskomponenten bedarfsgerecht eingestellt  und besser aufeinander, sowie  auf die Gegebenheiten des Gebäudes, abgestimmt wurden.

Durch den Austausch der Pumpen wird der Bedarf der Heizungsanlage an elektrischer Energie um ungefähr 62%  reduziert. Dies entspricht, bei Betrachtung der üblichen Lebenserwartungen von Heizungspumpen, einem Einsparpotenzial von ungefähr 1.225 t CO2 in 20 Jahren. Nicht berücksichtigt in diesem Wert sind die weiteren CO2-Einsparungen, die sich aus dem hydraulischen Abgleich und somit aus dem verminderten Bedarf an Erdgas ergeben.

Diese gebäudetechnischen Maßnahmen wurden durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages mit 40 % der Investitionskosten  gefördert. Projektträger seitens des Bundes ist der PTJ in Jülich (www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen). Die geförderte Bausumme beträgt ca. 57.500 €. Die Kosten werden durch die Förderung des PTJ, einem festen Zuschuss aus dem Haushalt der Stadt Bad Sachsa und einem Eigenanteil der Bädergesellschaft Bad Sachsa mbH getragen.

Die Gesamtkosten für die "Energetische Sanierung Heizung Salztal Paradies" betrugen ca. 149.500 €.

Energetische Sanierung der raumlufttechnischen Anlagen im Freizeit- und Erlebnisbad Salztal Paradies

Im Juli 2016 wurde von der Bädergesellschaft Bad Sachsa mbH beim Projektträger Jülich (PtJ) ein Antrag auf Förderung für die energetische Sanierung der raumlufttechnischen Anlagen in ihrer Freizeiteinrichtung Salztal Paradies eingereicht. Anfang November wurde die Maßnahme vom verantwortlichen Projektträger Jülich bewilligt und der entsprechende Bewilligungsbescheid mit dem Förderkennzeichen: 03K04477 und Maßnahmenzeitraum: 01.01.2017 bis 30.06.2019, der Bädergesellschaft zugestellt.

Für die fachlich Planung und Begleitung der Umsetzung der Maßnahme, konnte die Planungsgesellschaft Hildesheim mbH gewonnen werden. Nach entsprechender Ausschreibung, konnte der Auftrag zum Austausch der Lüftungsanlagen an die Firma Airco Lüftungs- und Klimatechnik GmbH & Co. KG aus Garbsen vergeben werden. Es wurden im Zuge der sehr umfangreichen Sanierungsmaßnahme die vier wesentlichsten Anlagen der Schwimmhallen und Umkleiden ersetzt. Wobei im Badeland zwei Einzel-Lüftungsanlagen in eine gemeinsame neue Lüftungsanlage zusammengeführt werden konnte, was weitere Vorteile mit sich bringt.

Die im Jahr 1994 im Erlebnisbad montierten zentralen Zu- und Abluft-Anlagen für den Bereich Erlebnisbad mit Umkleide wurden ebenfalls, gemäß den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz durch Geräte der Energieeffizienzklasse A+ und Wärmerückgewinnungsklasse H1 ersetzt.

In den vergangenen Monaten wurden alle 4 Anlagen aufgestellt und in das Bestands-Lüftungsnetz eingebunden. Im Bereich des Badelandes waren die Arbeiten der Lüftungsbauer umfangreicher, da die Kanalführung der Abluft durch den Wegfall der alten Abluft-Anlagen auf den Dächern und den neuen Anschluss an die Zentralen Zu- und Abluft-Anlagen neu angelegt werden musste. Für das Erreichen der heute geforderten Energie-Standards sind große Kreuzstrom-Wärmetauscher erforderlich, welche deutlich größere Abmessungen der Geräte zur Folge haben – was vor allem die beiden Anlagen für die Schwimmbäder betrifft.. Dementsprechend waren zur Schaffung der räumlichen Bedingungen auch umfangreiche Arbeiten der Gewerke Rohbau und Dachdecker Inhalt dieses Projektes. Hierfür konnten die Firmen Kühnel und Heese Bau gewonnen werden.

Die Anlage für den Bereich Badeland wurde bei Errichtung des Bades 1975 in den Kellerräumen verbaut und war aus Platzgründen aus dem Technikbereich im Keller herauszuholen und an den neuen Standort neben das Gebäude aufzustellen. Hierzu wurde es erforderlich, das vorhandene Dach anzuheben. Die Lüftung für das Erlebnisbad stand zwar schon immer im Freien, da sich aber aufgrund der Energieeffizienzanforderungen die Anlagengröße mehr als verdoppelt hat, konnte die Anlage nicht am bestehenden Standort aufgestellt werden, sondern war entsprechend in die Nähe zu versetzen. Dieses erforderte ein neues Fundament.

Neben der energiesparenden Wärmerückgewinnung durch Kreuzstrom-Wärmetauscher und dem Einsatz von hocheffizienten EC-Ventilatoren in den Geräten selbst, wurde auch die Regel- und Steuertechnik ausgetauscht, um einen energieeffizienten Betrieb bei gleichzeitig optimalem Schwimmbad-Klima für die Badegäste zu erreichen. Diese Arbeiten wurden durch Fa. Elektroanlagen Zitron GmbH – Prozess- und Gebäudeleittechnik durchgeführt. So kann durch einen gut geregelten Umluftbetrieb, d.h. ein Teil der Abluft wird dem Gebäude wieder zugeführt, weitere Heizenergie gespart werden. Es wird mit einer Gesamt-Stromersparnis von bis zu 40% gerechnet,. Dies entspricht, bei Betrachtung der üblichen Lebenserwartungen von raumlufttechnischen Anlagen, einem Einsparpotenzial von ungefähr 3.650 t CO2 in 20 Jahren. Nicht berücksichtigt in diesem Wert sind die weiteren CO2-Einsparungen, die sich aus dem hydraulischen Abgleich mit den Heizungsanlagen und somit aus dem verminderten Bedarf an Erdgas für Heizzwecke über die Raumluft ergeben. Die neuen Lüftungsanlagen klimatisieren eine Gesamtnutzungsfläche von ca. 3.700 m².

Die gebäudetechnischen Maßnahmen wurden durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages mit 30 % der Investitionskosten (Ausgaben für Lüftungsgeräte und jeweilige Regel- und Steuerungstechnik) gefördert. Projektträger seitens des Bundes ist der PTJ in Jülich (www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen). Die geförderte Bausumme beträgt ca. 350.000,- €. Die Kosten werden durch die Förderung des PTJ, einem festen Zuschuss aus dem Haushalt der Stadt Bad Sachsa und einem Eigenanteil der Bädergesellschaft Bad Sachsa mbH getragen.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUB)

Projektträger Jülich│ Forschungszentrum Jülich